Energiesysteme im Unternehmenskontext

Wie betten Unternehmen ihre Ladeinfrastruktur optimal in ihr Energiesystem ein? Wo liegen die Stolpersteine, und welche Synergien ergeben sich? Das Merkblatt «Energiesysteme im Unternehmenskontext» beantwortet strategische und technische Fragen.

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Das Merkblatt «Energiesysteme im Unternehmenskontext» hilft Unternehmen bei der Integration ihrer Ladeinfrastruktur ins Gesamtenergiesystem ihrer Gebäude und Areale. Es zeigt auf, welche Synergien sie nutzen können, um vorhandene Energie effizienter, nachhaltiger, kostengünstiger und netzdienlicher zu nutzen.

Schritt für Schritt erläutert das Merkblatt, wie Unternehmen ihr Energiesystem um weitere Komponenten erweitern – und wie sie mit der Elektromobilität die Energienutzung optimieren können. Ausgehend von der Ladestation ist das Merkblatt in vier Kapitel strukturiert, welche die Komponenten und Synergien vorstellen: Ladestation, Erzeugung und Speicherung, Gebäude, Areal und Netz.

Das Merkblatt richtet sich an Personen mit technischer Expertise in Unternehmen, wie Facility Manager oder Areal-Verantwortliche. Es bietet aber auch strategische Empfehlungen für Entscheidungsträgerinnen und -träger in Unternehmen.

Stufenweise zum Gesamtenergiesystem

Das Merkblatt beginnt mit der technischen Grundausstattung einer Ladestation, von der Energieversorgung über Kommunikationsschnittstellen bis hin zum Lastmanagement. Eine sauber geplante Basisinfrastruktur ist der Schlüssel für spätere Erweiterungen wie PV-Überschussladen, dynamische Tarife oder Speichersysteme. Das Merkblatt zeigt, welche Komponenten zwingend notwendig sind, wie Lastmanagement funktioniert und warum es Investitions- und Betriebskosten reduziert.

Der Fokus des zweiten Kapitels liegt auf Energiemanagementsystemen als zentrale Intelligenz zur Optimierung aller Energieflüsse. Es erläutert, wie Ladeinfrastruktur, Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher und Energiemanagementsysteme intelligent zusammenwirken, um Stromkosten zu senken und den Eigenverbrauch zu steigern. Unternehmen erfahren, warum PV-Anlagen besonders gut mit tagsüber genutzten Parkplätzen harmonieren, wie Speicher Lastspitzen reduzieren und wie sie die Unabhängigkeit vom Netz erhöhen.

Das dritte Kapitel zeigt, wie Unternehmen ihre Ladeinfrastruktur in ein gebäudeweites Energiemanagementsystem einbinden. Indem sie zusätzliche Verbraucher wie Wärme- und Kälteversorgung einbeziehen, entsteht ein ganzheitliches Energiesystem, das Transparenz schafft und Betriebskosten weiter optimiert. Das Potenzial des bidirektionalen Ladens (Vehicle-to-Building) ist ebenfalls Thema: Es macht Elektrofahrzeuge zu temporären Speichern und steigert so den Eigenverbrauch.

Im letzten Kapitel richtet sich der Blick auf Areale, Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch und lokale Elektrizitätsgemeinschaften (ZEV/LEG), dynamische Tarife und Vehicle-to-Grid. Unternehmen lernen, wie sie mehrere Gebäude in einem Areal-Energiemanagementsystem vernetzen, wie sie Energie gemeinschaftlich nutzen können und welche Voraussetzungen für dynamische Netzbetreiber-Tarife nötig sind. Abschliessend geht es um das Zukunftspotenzial von bidirektionalem Laden auf Netzebene.

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