Betreibermodell und Ausbauvariante wählen

Sollen Unternehmen ihre Ladeinfrastruktur selbst aufbauen und betreiben oder besser extern vergeben? Das Merkblatt «Betreibermodelle und Ausbauvarianten» beantwortet strategische Fragen wie diese und nennt Vor- und Nachteile jeder Lösung. 

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Bevor sie mit dem Aufbau von Ladeinfrastruktur beginnen, sollten sich Unternehmen übergreifende strategische Fragen stellen, zum Beispiel, wer die Ladestationen baut, wer sie betreibt und wer sie nutzen darf. Diese Fragen wirken sich direkt auf die Kosten der Ladeinfrastruktur aus. Deshalb sollte sich die Geschäftsleitung mit ihnen auseinandersetzen.

Das Merkblatt «Betreibermodelle und Ausbauvarianten» hilft Unternehmen, diese Fragen zu beantworten. Es zeigt beispielsweise auf, welche Optionen es gibt, um die Ladeinfrastruktur verschiedenen Nutzergruppen zugänglich zu machen, mit Blick auf die Vor- und Nachteile. Ausserdem behandelt es strategische Entscheide beim Aufbau der Basisinfrastruktur: Wie kann man wachsender Nachfrage schon von Anfang an gerecht werden und welche Ausbauvarianten bieten sich an? Der zweite Teil des Merkblatts widmet sich verschiedenen Betreibermodellen: Sie reichen vom völlig eigenständigen Aufbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur bis zum Auslagern sämtlicher Schritte. Das Merkblatt nennt auch hier Vor- und Nachteile und hilft somit, die passende Variante zu finden.

Das Merkblatt richtet sich an Entscheidungsträgerinnen und -träger in Unternehmen.

Das Merkblatt in Kürze

Je nach Zielgruppe und Unternehmensstrategie kann ein Unternehmen Ladestationen privat, halbprivat oder allgemein zugänglich betreiben. Die verschiedenen Zugänglichkeiten bieten Vor- und Nachteile, die das Unternehmen sorgfältig abwägen sollte: Rein private Ladestationen etwa sind besser vor Missbrauch geschützt, allgemein zugängliche dagegen besser ausgelastet.

Mit der Basisinfrastruktur legt das Unternehmen fest, wie die Ladeinfrastruktur im Zielzustand aussehen soll, also wenn alle relevanten Nutzergruppen elektrisch fahren. Basierend auf dieser strategisch wichtigen Entscheidung zum Zielzustand beantwortet das Unternehmen konkrete Umsetzungsfragen, etwa zur Standortwahl und Anzahl der Ladepunkte oder zur Auslegung des Netzanschlusses. Ausserdem trifft es Massnahmen, um Lastspitzen zu verringern, etwa durch Lastmanagement oder Batteriespeicher. Eine vorausschauende Planung ermöglicht es, spätere Erweiterungen kosteneffizient und technisch sinnvoll umzusetzen.

Unternehmen erweitern ihre Ladeinfrastruktur schrittweise, entsprechend dem wachsenden Bedarf. Entscheidend ist dabei, dass das gewählte Betreibermodell eine einfache Skalierung ermöglicht. So lassen sich neue Ladestationen jederzeit integrieren. Es lohnt sich, Leerrohre frühzeitig zu verlegen und mit benachbarten Unternehmen zusammenzuarbeiten. So nutzen Unternehmen Synergien, senken Kosten und verbessern die Auslastung der Ladeinfrastruktur.

Wer eine DC-Schnell-Ladeinfrastruktur plant, muss schon beim Bau der Basisinfrastruktur über die Ausbauvariante entscheiden. Ein zentraler Punkt ist die Wahl zwischen integrierten Gleichrichtern (in jeder Ladestation eingebaut) und zentralen Gleichrichtern. Beide Optionen bieten Vor- und Nachteile, die das Unternehmen vor den nächsten Planungsschritten abwägen sollte.

Das Betreibermodell definiert, welche Komponenten der Ladeinfrastruktur das Unternehmen selbst finanziert und welche es an externe Dienstleister vergibt. Selbst in Ladestationen zu investieren und sie auch zu betreiben, bietet Unabhängigkeit, braucht aber Ressourcen. Beim Contracting sinkt der interne Aufwand, die Abhängigkeit und die laufenden Kosten steigen jedoch. Je nach Grösse des Unternehmens, Komplexität des Betriebs und übergeordneten Zielen empfehlen sich verschiedene Betreibermodelle. Das Merkblatt zeigt deren Vor- und Nachteile.

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